Ich bin nicht besonders versessen auf die geographischen Details der Bundesrepublik. Wirklich nicht. Erstens weiß ich aus der Erfahrung, dass auch gestandenen, intelligente Leute von Zeit zu Zeit mal der Meinung sind, Fankfurt wäre die Landeshauptstadt Hessens und zweitens würde auch nicht darauf wetten, dass ich in der Lage bin, Altes Land und Allgäu korrekt einzutragen. Geschenkt.
Heute (Würzburg) war ich jedoch Teil des folgenden, erschreckenden Dialoges, den ich kurz wiedergeben möchte. Meine Gesprächspartnerin war Studentin, es muss also davon ausgegangen werden, dass sie zumindest irgendeine Form von Hochschulzugangsberechtigung – aller wahrscheinlichkeit nach sogar ein Abitur – hat.
Sie: Und wie geht’s?
Ich: Gut.
Sie: Was machst du wenn die Klausuren rum sind?
Ich: Urlaub.
Sie: Ah cool und wo?
Ich: Sylt.
Sie: Kommst du von da oben?
Ich: Naja. Aus Niedersachsen.
Sie: Ah. Das ist so oben, rechts oder?
Ich: Naja, als eigentlich eher ziemlich oben links. Nordwesten.
Sie: Achso. Ich dachte das wäre Nordrhein-Westfalen.
Ich: Ja, Niedersachsen leigt nördlich davon.
Sie: Ich dachte da kommt dann Bremen.
Ich: Auch. Bremen liegt in Niedersachsen.
Sie: Aha.
Toll oder? Ganz ehrlich: Man kann sich in seiner Provinz zurückziehen wollen oder man kann die globalisierte Welt erleben wollen. Beides ist vollkommen okay. Aber in beiden Fällen sollte man wenigstens ungefähre Lage und Namen der 16 (!) deutschen Bundesländer können. Um Himmels Willen, es sind keine 51!